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Häufige Anfängerfehler

Dreizehn typische Fehler beim Gold-Trading am Handy, von fehlendem Stop-Loss bis Nachkaufen, und jeweils was du stattdessen tun kannst.

Auf dieser Seite

Die meisten Anfängerfehler lassen sich vor dem Trade vermeiden: mit einem Stop-Loss, einer gerechneten Größe und einem Plan. Hier stehen dreizehn konkrete Fehler und was du stattdessen tust.

Vor dem ersten echten Trade

Direkt mit echtem Geld starten

Wer die App nicht kennt, zahlt für Bedienfehler. Ein vertippter Wert kann eine viel zu große Position eröffnen.

Stattdessen: Übe alle Abläufe zuerst im Demokonto.

Kontrakt­größe und Pips nicht prüfen

1,00 Lot ist nicht bei jedem Broker gleich groß, und „Pip“ bedeutet bei Gold je nach Broker etwas anderes.

Stattdessen: Prüfe die Kontrakt­größe in MT5 unter Eigenschaften und rechne in USD Kursbewegung. Siehe Kursbewegung und Pips.

Beim Eröffnen

Ohne Stop-Loss handeln

Der Wert 0 im Feld Stop-Loss bedeutet: kein Stop. Die Position läuft dann weiter, bis du sie schließt oder der Margin-Close-out sie schließt.

Stattdessen: Trage den Stop-Loss schon beim Eröffnen ein, an der Stelle, an der die Idee widerlegt wäre.

Die Lot-Zahl schätzen

0,10 Lot riskieren bei 5 USD Stop-Abstand 50 USD, bei 20 USD Abstand aber 200 USD. Dieselbe Größe bedeutet also nicht dasselbe Risiko.

Stattdessen: Rechne jeden Trade im Positions­größen­rechner aus.

Den Hebel ausreizen

Dass dein Konto eine Position erlaubt, heißt nicht, dass sie sinnvoll ist. Bei voller Ausnutzung bleibt kaum Puffer für normale Schwankungen, und ein Margin-Close-out rückt näher.

Stattdessen: Leite die Größe aus deinem Risiko ab und prüfe die Margin im Margin-Rechner.

Ein-Klick-Handel zu früh einschalten

Der Ein-Klick-Handel sendet Orders ohne Rückfrage. Am Handy reicht dafür ein Fehltipp.

Stattdessen: Lass ihn aus, bis du die App sicher beherrschst. Mehr unter Ein-Klick-Handel.

Direkt vor wichtigen Terminen einsteigen

Um NFP, CPI und FOMC kann der Spread breiter werden und der Kurs springen. Ein Stop-Loss wird dann möglicherweise schlechter ausgeführt.

Stattdessen: Prüfe den Wirtschafts­kalender vor jedem Trade.

Muster ohne Zusammenhang handeln

Ein Hammer mitten im Nirgendwo sagt wenig. Muster beschreiben Wahrscheinlichkeiten und treffen oft nicht ein.

Stattdessen: Achte auf Trend und Zone und lege fest, wo die Idee widerlegt wäre. Siehe So nutzt du Muster.

In der offenen Position

Den Stop-Loss weiter wegschieben

Das fühlt sich wie Zeitgewinn an. Tatsächlich erhöhst du dein Risiko genau dann, wenn der Trade gegen dich läuft.

Stattdessen: Lass den Stop-Loss stehen. Er wurde in Ruhe geplant.

In Verluste nachkaufen

Wer in einen fallenden Trade nachkauft, vergrößert eine Position, die gerade falsch liegt. Das Risiko wächst über den Plan hinaus.

Stattdessen: Akzeptiere den geplanten Verlust. Eine neue Idee ist ein neuer Trade mit eigener Rechnung.

Sich auf Trailing Stop oder Alarm am Handy verlassen

Die Handy-App hat derzeit keinen Trailing Stop und keine Preisalarme auf dem Gerät.

Stattdessen: Plane mit festem Stop-Loss und Take-Profit. Was geht, steht unter Grenzen der App.

Nach dem Trade

Verluste sofort zurückholen wollen

Der nächste Trade entsteht dann aus Ärger, nicht aus dem Plan, oft auch noch größer.

Stattdessen: Mach eine feste Pause und halte dich an dein Verlustlimit. Mehr unter Rachetrading.

Kein Journal führen

Ohne Aufzeichnung wiederholst du Fehler, ohne sie zu bemerken, und erinnerst dich vor allem an die guten Trades.

Stattdessen: Trag jeden Trade ins Journal ein. Wie du es auswertest, steht unter Ein Trading-Journal führen.