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Long heißt: Du kaufst und machst Gewinn, wenn der Kurs steigt. Short heißt: Du verkaufst zuerst und machst Gewinn, wenn der Kurs fällt. Läuft der Kurs gegen deine Position, verlierst du in beiden Fällen Geld.
Wie Short funktioniert
Etwas zu verkaufen, das dir nicht gehört, klingt seltsam. Bei einem CFD ist das normal, denn du handelst nur die Kursdifferenz. Du eröffnest die Position zum aktuellen Kurs und schließt sie später. Liegt der Kurs dann tiefer, bekommst du die Differenz. Liegt er höher, zahlst du sie.
| Merkmal | Long | Short |
|---|---|---|
| Eröffnen mit | Kaufen | Verkaufen |
| Gewinn, wenn der Kurs | steigt | fällt |
| Verlust, wenn der Kurs | fällt | steigt |
| Stop-Loss liegt | unter dem Einstieg | über dem Einstieg |
| Take-Profit liegt | über dem Einstieg | unter dem Einstieg |
Gleicher Kurs, zwei Richtungen
Beide Lehrbeispiele zeigen dieselben erfundenen Kerzen und dieselbe Positionsgröße von 0,01 Lot. Bei dieser Größe bringt 1 USD Kursbewegung meist 1 USD Gewinn oder Verlust. Beide Beispiele sind keine Empfehlung. Die Stop-Loss-Marke steht jeweils vor dem Einstieg fest.
Der Kurs ist in beiden Fällen derselbe, das Ergebnis nicht. Die Long-Position verliert rund 5 USD, die Short-Position gewinnt rund 10 USD, jeweils vor Kosten. Das sagt nichts darüber, welche Richtung besser ist. Hier lief der Kurs eben nach unten. Beim nächsten Mal kann es umgekehrt sein.
Typischer Fehler: mit einer Gegenorder schließen
Technisch ist das Schließen einer Long-Position ein Verkauf. Daraus entsteht ein häufiger Irrtum: Du tippst in einer neuen Order auf Verkaufen und glaubst, die Position sei damit zu.
Auf einem Hedging-Konto ist sie das nicht. Hedging heißt hier: Das Konto führt jede Position getrennt. Die neue Order eröffnet also eine zweite Position in die andere Richtung. Du hast dann Long und Short gleichzeitig offen und zahlst für beide. Schließe deshalb immer die bestehende Position selbst. Wie das geht, zeigt die Lektion Positionen verwalten.