Dreiecke entstehen, wenn die Spanne des Kurses immer enger wird. Das aufsteigende Dreieck hat eine flache Oberkante und steigende Tiefs, das absteigende eine flache Unterkante und fallende Hochs. Beim symmetrischen Dreieck laufen beide Seiten zusammen, die Richtung bleibt offen.
So erkennst du es
- Beide Grenzen wurden je mindestens zweimal berührt.
- Die Grenzen laufen aufeinander zu, die Wellen werden kleiner.
- Eine flache Kante und eine schräge ergeben das aufsteigende oder absteigende Dreieck.
- Zwei schräge Kanten ergeben das symmetrische Dreieck.
- Der Ausbruch ist eine Kerze, die außerhalb der Grenze schließt.
Was es bedeutet
Beim aufsteigenden Dreieck verkauft eine Seite immer am selben Preis, während die Käufer immer früher zugreifen. Sie gewinnen Boden, ohne schon gewonnen zu haben. Die Verkaufsaufträge an der Oberkante werden mit jedem Test weniger, so die Idee. Das absteigende Dreieck ist das Gegenstück. Beim symmetrischen Dreieck werden beide Seiten vorsichtiger, keine liegt vorn.
Wo es zählt
Am ehesten zählt ein Dreieck in Richtung des bestehenden Trends als Pause vor der Fortsetzung. Das aufsteigende Dreieck im Aufwärtstrend hat Rückenwind, gegen den Trend ist es deutlich unsicherer. Auch das symmetrische Dreieck behandelst du als Pause im Trend, bis ein Ausbruch etwas anderes zeigt.
Wann es nicht gilt
Die Idee ist widerlegt, wenn ein Ausbruch zurück ins Dreieck läuft und unter die letzte Welle fällt, im Beispiel unter das letzte Tief. Läuft der Kurs bis tief in die Spitze, ohne auszubrechen, verliert die Form an Aussagekraft.
Dreiecke bleiben Wahrscheinlichkeiten. Auch ein aufsteigendes Dreieck kann nach unten brechen. Bei XAUUSD kann vor wichtigen US-Daten Enge entstehen, weil viele abwarten. Die Zahl sprengt dann die Form, manchmal in beide Richtungen, mit langen Dochten auf beiden Seiten.
Lehrbeispiel im Chart
Der Chart nutzt erfundene Kerzen. Tippe auf Weiter, um Schritt für Schritt durchzugehen. Das Beispiel nutzt einen Buy Stop: eine Pending-Order, die erst bei einem höheren Preis kauft. Sie wartet über der Oberkante. Das ist ein Kompromiss: Ein Buy Stop löst schon beim ersten Docht aus und wartet keinen Schlusskurs ab. Das Beispiel nimmt das bewusst in Kauf und legt den Stop-Loss deshalb unter das letzte Tief, nicht direkt unter die Kante.