Bei der Top-down-Analyse gehst du vom großen zum kleinen Zeitrahmen: H4 zeigt die Richtung, H1 die Zone, M15 den Zeitpunkt. So siehst du jede kleine Bewegung im Rahmen des großen Bilds.
Die drei Schritte
H4: Richtung
Steigen Hochs und Tiefs, fallen sie, oder läuft der Kurs seitwärts? Daraus folgt, welche Seite du überhaupt suchst.
H1: Zone
Wo liegt die nächste Unterstützung oder der nächste Widerstand? Liegt der Kurs mitten zwischen zwei Zonen, wartest du.
M15: Zeitpunkt
Erst wenn der Kurs die Zone erreicht, schaust du auf M15. Du suchst ein Muster oder einen Bruch der kleinen Struktur in Richtung des großen Trends.
Beispiel: Von H4 nach M15
Beide Charts nutzen erfundene Kerzen. Der erste zeigt das große Bild, der zweite den Ausschnitt an der Zone. Auf H1 würdest du die Zone dazwischen genauer eingrenzen.
Auf H4 ist die Richtung klar, und der Kurs erreicht eine Zone. Das ist noch kein Einstieg. Auf M15 läuft in diesem Moment noch ein Rückgang. Du wartest, bis die kleine Struktur dreht.
Wann die Analyse nicht gilt
Die Idee im Beispiel ist widerlegt, wenn der Kurs unter das höhere Tief auf M15 fällt. Ein Schlusskurs unter der H4-Zone beendet das gesamte Bild. Dann ist auch die Richtung auf H4 fraglich.
Stimmen alle drei Ebenen überein, ist die Chance besser, sicher ist nichts. Trotz gutem Bild kann eine Nachricht alles drehen: Bei XAUUSD laufen Dochte um US-Daten oft weit durch Zonen. Prüfe deshalb vorher den Wirtschaftskalender. Die Checkliste hilft dir, keinen Schritt zu überspringen.