Ein Doppeltop besteht aus zwei Hochs auf ähnlicher Höhe, dazwischen ein Tief. Ein Doppelboden ist das Spiegelbild. Beide zeigen, dass ein Trend zweimal an derselben Stelle gescheitert ist. Fertig sind sie erst, wenn der Kurs die Nackenlinie bricht.
So erkennst du es
- Davor lief ein klarer Trend: aufwärts beim Doppeltop, abwärts beim Doppelboden.
- Es gibt zwei Extreme auf ähnlicher Höhe, mit sichtbarem Abstand von mehreren Kerzen.
- Das zweite Extrem bricht das erste nicht klar.
- Zwischen beiden liegt ein deutlicher Rücklauf. Sein Wendepunkt ist die Nackenlinie.
- Eine Kerze schließt jenseits der Nackenlinie.
Was es bedeutet
Beim Doppelboden drücken die Verkäufer den Kurs zweimal auf dasselbe Tief und schaffen es beim zweiten Mal nicht weiter. Die Käufer haben dort zweimal gewonnen. Mit dem Bruch der Nackenlinie entsteht zudem ein höheres Hoch: Die Struktur dreht. Beim Doppeltop laufen die Rollen umgekehrt.
Wo es zählt
Am meisten zählt die Formation an einer bekannten Zone auf H1 oder höher, nach einer längeren Bewegung. Der Abstand zwischen den Extremen sollte groß genug sein, damit zwei echte Wellen entstehen. Zwei Spitzen direkt nebeneinander sind eher ein Tweezer.
Wann es nicht gilt
Eine Formation ohne Bruch der Nackenlinie ist keine. Viele vermeintliche Doppelböden werden später einfach durchbrochen, und der Trend läuft weiter. Nach dem Bruch ist die Idee widerlegt, wenn der Kurs klar in die Formation zurückläuft. Beim Doppelboden heißt das: ein Schluss unter dem letzten höheren Tief.
Die Formation bleibt eine Wahrscheinlichkeit, und der Kontext zählt mehr als die Form. Bei XAUUSD kann ein Docht um Nachrichten die Nackenlinie durchstechen und sofort zurückkehren. Warte deshalb auf den Schlusskurs.
Lehrbeispiel im Chart
Der Chart nutzt erfundene Kerzen. Tippe auf Weiter, um Schritt für Schritt durchzugehen. Er zeigt einen Doppelboden. Das Beispiel steigt erst ein, wenn der Kurs die Nackenlinie von oben testet. Das nennt man Retest.