Eine Unterstützung ist eine Preiszone, an der Käufer den Kurs bisher nach oben gedreht haben. Ein Widerstand ist eine Zone, an der Verkäufer ihn nach unten gedreht haben. Beide sind Bereiche von einigen USD, keine exakten Linien.
Warum solche Zonen entstehen
Märkte haben ein Gedächtnis. Wer an einem Preis gekauft hat und im Gewinn lag, kauft dort vielleicht wieder. Wer verpasst hat, wartet auf denselben Preis. Wer dort falsch lag, möchte beim Rücklauf ohne Verlust aussteigen. So sammeln sich an bekannten Preisen viele Aufträge.
Bei XAUUSD spielen außerdem runde Kurse eine Rolle, zum Beispiel 4.000 oder 4.050 USD, weil viele Menschen dort Aufträge platzieren. Das ist eine Beobachtung, keine feste Regel.
So zeichnest du eine Zone
Mit dem großen Zeitrahmen beginnen
Suche auf H4 oder H1 nach Stellen, an denen der Kurs deutlich gedreht hat.
Zwei Reaktionen finden
Eine Zone wird glaubwürdiger, wenn der Kurs mindestens zweimal dort gedreht hat.
Als Bereich markieren
Lege die Zone über die Körper und Dochte der Wendepunkte. Bei Gold sind das auf H1 oft einige USD.
Wenige Zonen behalten
Zwei oder drei Zonen reichen. Wer zehn Linien zeichnet, hat für jeden Kurs eine Erklärung.
Wenn Zonen die Rolle tauschen
Bricht der Kurs über einen Widerstand, liegen die früheren Verkäufer im Minus, und Käufer, die den Ausbruch verpasst haben, warten auf einen Rücklauf. Die alte Oberkante kann deshalb zur Unterstützung werden. Dasselbe gilt umgekehrt nach unten. Der fiktive Chart zeigt das Schritt für Schritt.
Zonen zeigen, wo eine Reaktion wahrscheinlicher ist, nicht, dass sie kommt. Viele Tests können eine Zone auch schwächen: Jedes Mal werden Aufträge abgearbeitet, bis die Zone schließlich bricht. Bei XAUUSD können Dochte um Nachrichten eine Zone weit durchstechen. Bewerte deshalb den Schlusskurs der Kerze, nicht jede kurze Spitze. Wie ein falscher Bruch aussieht, zeigt die Lektion Liquidität und Fakeouts.