Auf dieser Seite
Ein Fakeout ist ein Ausbruch über eine bekannte Zone, der sofort wieder scheitert. Liquidität heißt hier: An bestimmten Preisen warten viele Aufträge. Solche Preise ziehen den Kurs oft an, und dort entstehen viele falsche Ausbrüche.
Wo Aufträge liegen
Stell dir ein Hoch vor, das zweimal gehalten hat. Wer Short ist, setzt seinen Stop-Loss oft knapp darüber. Wer auf einen Breakout setzt, legt dort einen Kaufauftrag. Beide Aufträge kaufen, sobald der Preis erreicht ist. Dasselbe gilt spiegelbildlich unter Tiefs.
- über gleichen Hochs und unter gleichen Tiefs
- an runden Kursen wie 4.000 oder 4.050 USD
- über dem Hoch und unter dem Tief des Vortags
Wie ein Fakeout abläuft
Der Kurs läuft über das Hoch. Stop-Loss-Aufträge und Kaufaufträge werden ausgelöst und schieben ihn kurz weiter. Sind sie abgearbeitet, fehlen neue Käufer. Die Verkäufer, die auf genau diese Preise gewartet haben, übernehmen. Die Kerze schließt wieder unter der Zone. Im Chart bleibt ein langer Docht.
Das Beispiel ist erfunden und zeigt den klaren Fall. Vieles andere kann ebenso passieren: Ein Ausbruch hält, oder der Kurs läuft erst nach mehreren Kerzen zurück. Ein Fakeout zeigt sich außerdem immer erst im Rückblick.
So gehst du damit um
- Schlusskurs abwarten: Bewerte einen Ausbruch erst, wenn die Kerze außerhalb der Zone geschlossen hat.
- Rücklauf abwarten: Ein Einstieg nach dem Retest ist weniger anfällig, verpasst aber manche Bewegung.
- Stop-Loss nicht aufs Offensichtliche legen: Lass Abstand zur Zone und rechne die Position entsprechend kleiner. Mehr dazu unter Stop-Platzierung.
- Nachrichten beachten: Bei XAUUSD laufen Dochte rund um wichtige US-Daten oft weit über bekannte Zonen. Der Wirtschaftskalender zeigt dir die Termine.