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Was ist ein CFD?

Ein CFD ist ein Vertrag über eine Kursdifferenz, mit dem du Gold handelst, ohne es zu besitzen: Hier stehen die Märkte, der Hebel und die Schutzregeln.

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Ein CFD ist ein Vertrag zwischen dir und einem Broker über die Differenz zwischen Einstiegs- und Ausstiegskurs. Der Name steht für Contract for Difference, auf Deutsch Differenzkontrakt. Du besitzt dabei kein Gold. Du bekommst oder zahlst nur die Kursdifferenz. Der Broker ist das Unternehmen, das dein Handelskonto führt.

Welche Märkte es gibt

An einem Markt bildet sich ein Preis durch Angebot und Nachfrage. Für Trader sind vor allem diese vier wichtig:

MarktBeispielWas der Kurs zeigt
AktienEinzelne FirmenPreis eines Firmenanteils
IndizesDAXWert eines Aktienkorbs
WährungenEURUSDWechselkurs zweier Währungen
RohstoffeGold, ÖlPreis einer Rohstoffmenge

Gold gibt es als Barren, als Fonds, als Terminkontrakt und als CFD. Mit einem Privatkonto in der MT5-App handelst du es in der Regel als CFD.

Hebel und Margin

Bei einem CFD zahlst du nicht den vollen Wert der Position. Du hinterlegst nur einen Teil als Sicherheit, die Margin. Das Verhältnis zwischen Positionswert und Margin heißt Hebel. Bei 1:20 sind das 5 % des Positionswerts.

Gewinn und Verlust entstehen auf dem vollen Positionswert, nicht auf der Margin. Der Hebel vergrößert also beides gleich stark. Die Lektion Hebel und Margin geht tiefer.

Schutzregeln für Kleinanleger

Als Privatperson zählst du in der Regel als Kleinanleger. In Deutschland ist die Allgemeinverfügung der BaFin, der deutschen Finanzaufsicht, die Rechtsgrundlage. Sie gilt seit dem 1. August 2019. Die frühere Maßnahme der EU-Behörde ESMA ist ausgelaufen.

  • Hebel: Bei Gold gilt höchstens 1:20. Beim Eröffnen sind also mindestens 5 % des Positionswerts als Margin nötig, die sogenannte Erstmargin. Höhere Hebel gelten nicht für normale Kleinanleger.
  • Margin-Close-out: Sinkt dein Kontowert, also Guthaben plus offene Gewinne und Verluste, unter 50 % der erforderlichen Erstmargin, schließt der Broker Positionen automatisch. Im Beispiel oben wäre das unter 1.012,50 USD.
  • Negativ­saldo­schutz: Pro Konto kannst du nicht mehr verlieren, als darauf liegt. Für Kleinanleger gibt es keine Nach­schuss­pflicht, du musst also kein Geld nachzahlen.
  • Warnhinweis: „Zwischen 74 % und 89 % der Kleinanleger­konten verlieren beim Handel mit CFD Geld.“ Anbieter nennen dazu einen eigenen Wert für die letzten 12 Monate und aktualisieren ihn vierteljährlich.

Typischer Fehler: Margin für das Risiko halten

Die Margin ist keine Gebühr und nicht dein größtmöglicher Verlust. Sie ist nur die Sicherheit, die das Konto für eine offene Position bindet. Wer 2.025 USD Margin sieht und glaubt, mehr stehe nicht auf dem Spiel, irrt: Verlieren kannst du das gesamte Guthaben im Konto. Dein geplantes Risiko bestimmen Stop-Loss und Positions­größe.