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Eine Trendlinie verbindet mindestens zwei Tiefs in einem Aufwärtstrend oder zwei Hochs in einem Abwärtstrend. Legst du eine Parallele auf die andere Seite, entsteht ein Kanal. Beide zeigen, wie ein Trend bisher gelaufen ist, nicht wie er weiterläuft.
So zeichnest du eine Trendlinie
Trend bestimmen
Prüfe die Marktstruktur. Im Aufwärtstrend zeichnest du unter den Kurs, im Abwärtstrend darüber.
Zwei klare Wendepunkte wählen
Nimm zwei deutliche Tiefs mit Abstand zueinander, nicht zwei benachbarte Kerzen.
Linie verlängern
Ziehe sie nach rechts über den aktuellen Kurs hinaus. So siehst du, wo der nächste Kontakt läge.
Auf den dritten Kontakt warten
Dreht der Kurs erneut an der Linie, haben sie vermutlich mehr Marktteilnehmer im Blick.
In MT5 gehört die Trendlinie zu den Analyseobjekten. Wie du zeichnest, steht unter Indikatoren und Zeichnen. Bezeichnungen können je nach App-Version abweichen. Auf dem Handy hilft es, den Chart vorher groß zu ziehen.
Von der Linie zum Kanal
Für einen Kanal legst du eine Parallele zur Trendlinie durch das Hoch zwischen den beiden Tiefs. Laufen die folgenden Hochs an diese Linie, hast du einen Kanal. Er zeigt, wie weit Anstiege bisher reichten. Das hilft beim Einschätzen, ob ein Ziel realistisch ist.
Wann die Linie nicht mehr gilt
Eine Trendlinie ist eine Hilfslinie, keine Grenze. Sie gilt nicht mehr, wenn mehrere Kerzen klar auf der anderen Seite schließen oder wenn du sie immer wieder verschieben musst, damit sie passt. Je steiler eine Linie, desto schneller bricht sie meist, weil steile Anstiege schwer durchzuhalten sind.
Ein Bruch sagt nur: Der Trend läuft nicht mehr in dieser Form. Ob eine Gegenbewegung folgt, zeigt erst die Marktstruktur. Trendlinien bleiben Wahrscheinlichkeiten. Bei XAUUSD kann ein Docht um Nachrichten eine Linie kurz durchstechen, ohne dass sich am Bild etwas ändert. Achte deshalb auf Schlusskurse.